Wie steht es um die Wirtschaft in Dillenburg und was kann die Stadt tun, um den Wirtschaftsstandort langfristig zu stärken? Mit diesen Fragen hat sich die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen gemeinsam mit dem Stadtverband bei einem Gespräch mit der IHK Lahn-Dill beschäftigt.
Im Mittelpunkt des Austauschs mit dem stellvertretenden Geschäftsführer Alexander Kunz und Thomas Trams standen die aktuelle wirtschaftliche Lage, die Finanzsituation der Kommunen und die Digitalisierung der Verwaltung. Dabei wurde deutlich, dass die Herausforderungen für Unternehmen und Kommunen eng miteinander verbunden sind.
Industrie unter Druck
Ein besonderes Augenmerk lag auf der Situation der heimischen Industrie. Dillenburg ist traditionell ein wichtiger Industriestandort und beheimatet zahlreiche Unternehmen aus dem Bereich der Automobilzulieferindustrie. Die aktuellen Veränderungen in der Branche stellen auch Unternehmen in unserer Stadt vor große Herausforderungen.
Für uns ist deshalb klar, dass Dillenburg gute Rahmenbedingungen für Unternehmen schaffen muss. Dazu gehören eine leistungsfähige Infrastruktur und eine moderne Verwaltung ebenso wie verlässliche politische Rahmenbedingungen.
Fachkräfte brauchen mehr als einen Arbeitsplatz
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war die Frage, wie Fachkräfte für Dillenburg gewonnen und langfristig an die Stadt gebunden werden können.
Dabei wurde deutlich, dass Standortpolitik heute deutlich mehr umfasst als die Ausweisung neuer Gewerbeflächen. Eine gute und verlässliche Kinderbetreuung ist für viele Familien ein entscheidender Faktor bei der Wahl ihres Wohn- und Arbeitsortes. Auch Lebensqualität, attraktive Freizeitangebote, eine gute Verkehrsanbindung und ein positives Stadtbild spielen eine immer größere Rolle.
Gerade hier liegen Chancen für Dillenburg. Eine Stadt, in der Menschen gerne leben, ist zugleich eine Stadt, in der Unternehmen leichter Fachkräfte gewinnen können.
Wirtschaftsförderung ganzheitlich denken
Für uns bedeutet Wirtschaftsförderung deshalb, den Wirtschaftsstandort ganzheitlich zu betrachten. Gewerbeflächen und gute Rahmenbedingungen für Unternehmen bleiben wichtig. Gleichzeitig müssen wir in Betreuung, Infrastruktur, Lebensqualität und ein klares Profil unserer Stadt investieren.
Der Austausch mit der IHK hat gezeigt, wie wichtig es ist, miteinander im Gespräch zu bleiben und gemeinsam nach Lösungen für die Herausforderungen vor Ort zu suchen.
Unser Ziel ist ein Dillenburg, das wirtschaftlich stark ist und gleichzeitig ein attraktiver Ort zum Leben, Arbeiten und Gründen bleibt.